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Düsseldorf, 15. April 2021

Der Schlüssel zur Rendite?

Der Schlüssel zur Rendite?

Der Immobilienmarkt ist komplex und vielfältig – und befindet sich im Umbruch. Nicht nur wegen der immer wiederkehrenden Frage nach einer Immobilienblase in Deutschlands Großstädten, sondern auch wegen der Folgen der Corona-Pandemie für Büro- und Gewerbeimmobilien. Was es Stiftungen unterschiedlicher Größe erlaubt, sich zu engagieren. Von Stefan Dworschak

Diversifikation und der Fokus auf Sachwerte im Stiftungsportfolio beschreiben die Entwicklung in der Kapitalanlage der vergangenen Jahre. Auch Immobilieninvestments sind eine Möglichkeit, auf die Zinslage zu reagieren. „Immobilien bringen eine gewisse Ruhe ins Portfolio. Sie haben eine geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen, eine hohe Wertbeständigkeit“, sagt Till Keulen von BNP Paribas Wealth Management. Das gilt unterm Strich auch in der Coronakrise. Sie hat, wie auch in anderen Assetklassen, für eine starke Ausdifferenzierung gesorgt, doch die Nachfrage nach Immobilien ist insgesamt ungebrochen. Während die Bereiche Büro, Hotel und Einzelhandel sich schlagartig neuen Unwägbarkeiten ausgesetzt sehen, steigen die Preise bei den Wohnimmobilien weiter – im dritten Quartal 2020 um 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, so das Statistische Bundesamt.
Das so ungewöhnliche Jahr 2020 zeigt, wie komplex auch die Investition in eine recht vertraute Assetklasse ist. Auf der Habenseite steht Stiftungsentscheidern eine Vielzahl an Werkzeugen zur Verfügung, die eine Anlage im Immobiliensegment ermöglichen: vom eigenen Gebäude über geschlossene oder offene Fonds bis hin zu Real Estate Investment Trusts (Reits) oder auch Wertpapiere von Immobilienunternehmen. Welche Variante sich für eine Stiftung eignet, hängt wesentlich vom Anlagevolumen und den verfügbaren Kompetenzen ab. Diese Faktoren entscheiden darüber, welche Produktarten möglich, stemmbar und mit Blick auf eine ausreichende Diversifikation vertretbar sind. Grundsätzlich sind Stiftungen dem Thema zugetan.
„Wir merken, dass erhöhte Nachfrage nach Immobilien da ist“, sagt Keulen und verweist auf die Gesamtlage: „In der Niedrigzinslage sind sie für institutionelle Anleger eine Alternative oder Ergänzung zu Anleihen.“
Dabei denken viele weniger an Produkte, sondern eher an konkrete Gebäude. „Das sprichwörtliche Betongold ist für Stiftungen nach wie vor besonders reizvoll“, sagt York Asche von der Bethmann Bank. „Das hat sicherlich auch emotionale Gründe. Man sieht, was man besitzt, und kann es gestalten.“ Wer Wohnungen oder Gebäude besitzt, braucht allerdings Know-how und Branchenkompetenz. Hier ist die gesamte Bewirtschaftung zu erledigen, von Mietermanagement über Instandhaltung bis zu Rücklagenbildung – und natürlich die grundsätzliche Auswahl, so die Immobilie nicht per Zustiftung ihren Weg ins Portfolio findet.

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